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Karlsruhe, 22. Februar 2017

Nach Fertigstellung der Kombilösung erwartet PRO BAHN Verbesserungen für die Fahrgäste

Der Fahrgastverband PRO BAHN bedauert die Kostensteigerungen, die das Projekt Kombilösung belasten. Allerdings hat der Fahrgastverband nie zu den Gegnern einer U-Bahn gehört und wir müssen uns deshalb genauso fragen lassen, ob die Kosten von einer Milliarde im Verhältnis zu den Ergebnissen stehen.

PRO BAHN hat sich jedoch jederzeit das Recht vorbehalten, das ganze Projekt kritisch zu begleiten und vor Baubeginn Alternativvorschläge, mit Beibehaltung einiger Linien in der Kaiserstraße, erarbeitet, die allerdings bei der Mehrheit des Gemeinderates keine Berücksichtigung fanden und somit als Varianten für eine Verbesserung des öffentlichen Verkehrs nicht zur Abstimmung standen. Die Kombilösung wurde dann von der Mehrheit der Karlsruher Bürger wie geplant verabschiedet.

Neben den Kostensteigerungen gibt es jedoch zukünftig einige verkehrstechni­sche Probleme, die jetzt noch behoben werden können, wenn sie tatkräftig ange­gangen werden.

Das von der KASIG vorgestellte Liniennetz, nachzusehen auf deren Homepage, http://www.diekombiloesung.de/kombiloesung/liniennetz.html, bringt zwar einige Angebotsverbesserungen, z. B. für Durlach Linie 1, Linie 6 und Linie 8, Waldstadt Linie 3 und Linie 4 sowie Rheinstrandsiedlung Linie S2 und Linie 7, enthält aber auch Verschlechterungen und Problempunkte.

PRO BAHN möchte einige davon nennen:

Engpass Mühlburger Tor:
Auf einem zweigleisigen Abschnitt am Tunnelausgang West werden acht Linien verkehren, fünf Linien, die aus dem Tunnel auftauchen und drei oberirdische Li­nien. Dabei biegt die Linie 4 zukünftig Richtung Nordstadt bzw. Kirchfeld ab und kann auf der West-Ost-Strecke Behinderungen verursachen. Wird dann auch noch auf eine bedingungslose Vorrangschaltung für die Straßenbahn verzichtet, werden schnell die Fahrzeitgewinne aus dem unterirdischen Betrieb reduziert.

Wegfall direkter Fahrten zum Marktplatz:
Fahrgäste aus dem Bereich der Karlstraße können nicht mehr umsteigefrei zum Marktplatz kommen. Diese Nutzer der Straßenbahn müssen, wenn sie Richtung Marktplatz wollen, am Europaplatz, um eine Station weiterzufahren, in die unterir­dische Haltestelle umsteigen. Das Gleiche gilt auch für die Fahrgäste aus der Rüppurrer Straße. Diese müssen am Kronenplatz in die U-Bahn umsteigen.

Längere Fahrzeiten für die Linien 4 und S2:
Fahrgäste aus der Waldstadt, Hagsfeld, Rintheim und Stutensee müssen nach Inbetriebnahme des Tunnels einen Umweg über die Tullastraße fahren und damit längere Fahrzeiten in Kauf nehmen.

Verödung der Kaiserstraße:
In vielen Städten hat man inzwischen erkannt, dass Straßenbahnen zur Belebung und zur Steigerung der Attraktivität in den Innenstädten beitragen. Dies waren bei­spielsweise in Straßburg wichtige Argumente für die Wiedereinführung der Straßenbahn, die bis heute niemand bereut. In Mannheim, Freiburg, Basel verkeh­ren ebenfalls die Straßenbahnen mitten durch Fußgängerzonen ohne zu stören. In Zürich fährt die Straßenbahn sogar durch eine der teuersten Einkaufsstraßen Eu­ropas. Es darf nicht vergessen werden, dass für das Entfernen der gerade mal zehn Jahre alten Gleise in der Kaiserstraße unnötig viel Geld in die Hand genom­men werden müsste. Zwei Linien in der Kaiserstraße, die zusätzlich die Karlstraße und die Rüppurrer Straße umsteigefrei mit dem Marktplatz verbinden, wären ein Gewinn. Und die Gleise und Abzweigungen sind bereits vorhanden!

PRO BAHN möchte deshalb noch einmal eine intensive Diskussion um die ge­nannten Problempunkte führen und zu einem Konsens kommen, wie in Zukunft unser ÖV-Netz und unsere Innenstadt aussehen sollen.

 

05. Februar 2017

Südumfahrung Knielingen
PRO BAHN: Bahntrasse ist  für den Ausbau des ÖPNV unverzichtbar

Mit Sorge beobachtet PRO BAHN seit längerem, dass sich in Karlsruhe der ÖPNV zu einem Stiefkind entwickelt. Wann immer konkrete Maßnahmen anstehen, muss man damit rechnen, dass er mit weiteren Einschränkungen bedacht wird.

War es zuletzt die unselige Diskussion um die Einrichtung eines plangleichen Straßenknotens in der Durlacher Allee an der Haltestelle Untermühlstraße – rein zusätzlich zu den vorhandenen niveaufreien Fahrbeziehungen –, welcher mit einer neuen Kreuzung zwischen Straße und Schiene einen weiteren Konfliktpunkt mit Behinderungs-, Gefahren- und Störungspotential besonders zu Lasten des ÖPNV erzeugt, so soll jetzt in Knielingen eine ganze Bahntrasse für ein zweifelhaftes Straßenprojekt aufgegeben werden!

PRO BAHN hält es für äußerst wichtig und hat es bereits für den Nahverkehrsplan angemeldet, auf dieser Strecke eine (Express) – S-Bahn einzurichten, um die langen Reisezeiten von der Hardt zum Hauptbahnhof deutlich zu verkürzen. (Beispiele: Welschneureuter Straße – Hauptbahnhof ist 25 Minuten über Marktplatz – Ettlinger Strasse, 14 bis 15 Minuten über die Bahnstrecke Neureut – Mühlburg;  Welschneureuter Straße – Lameyplatz = 17 Minuten inklusive Umstieg an der Yorckstraße, bzw. 5 – 6 Minuten auf direktem Wege zum Bf. Mühlburg).

Noch vor wenigen Jahren konnte durch entsprechenden Ausbau in unserer Region, ein Umstieg auf den ÖPNV erreicht werden und wir waren dabei auf gutem Wege bestehende Verkehrsprobleme zu entschärfen. Heute gefährden wir durch Vernachlässigung unseren ÖPNV und verbauen ihm die Zukunft. Leider wird derzeit zu sehr auf die lauten Stimmen gehört, welche die Probleme, die zu viele Autos machen, mit noch mehr Straßen, Parkplätzen und Brücken lösen wollen.

Falls wir den MIV, gemäß unserem Bekenntnis zum Umweltverbund, doch wirksam auf sein unverzichtbares Maß bringen wollen, dann müssen wir dem ÖPNV Ausbauten ermöglichen und das heißt zumindest, dass die für ihn erforderlichen Flächen nicht anderen Zwecken zugeordnet werden dürfen. Genauso wenig dürfen die Kosten für ÖPNV-Maßnahmen nicht durch neue Erschwernisse infolge anderer Planungen so in die Höhe getrieben werden, dass seine Projekte nicht mehr darstellbar sind.

Wir fordern deshalb den Ausbau der Bahnstrecke nach geltenden Regeln der Technik und die baldige Inbetriebnahme der Express-S-Bahn Hardt – Neureut – Bahnhof Mühlburg – Hauptbahnhof.

 

17. Dezember 2016

An die regionalen Medien

Eine Straßenrheinbrücke im Raum Karlsruhe reicht!
PRO BAHN fordert besseren öffentlichen Verkehr zwischen Baden, der Südpfalz und dem Elsass

Anlässlich des 50jährigen Jubiläums der Karlsruher Straßenrheinbrücke nimmt der Fahrgastverband PRO BAHN Stellung zu den immer wieder vorgebrachten Wünschen nach einer zweiten Straßenrheinbrücke und stellt seinen neuen Rheinbrückenflyer vor:

Bei allen Forderungen der vergangenen Jahre nach einer zusätzlichen Straßenrheinbrücke, wird versucht die Verkehrsproblematik ausnahmslos mit Straßenverkehr zu lösen, also mit noch mehr Straßen. Das gesamte Angebot des öffentlichen Verkehrs wird dabei nicht als Alternative betrachtet und eine mögliche Förderung und Verbesserung des Schienenverkehrs über den Rhein einfach ausgeblendet.

Wer als Betroffener im Stau steht, der sieht aus seiner Windschutzscheibe allein die überquellende Straße und meint, dass mit noch mehr Straßenkapazitäten, bzw. Brückenkapazitäten sein Problem zu lösen wäre. Dabei wird aber allzu oft die Umweltproblematik, die durch noch mehr Verkehr erzeugt wird, vergessen. Die Bürger von Karlsruhe wünschen nicht noch mehr Autoverkehr in Ihrer Stadt und dies hat auch der Karlsruher Gemeinderat mit seiner Brückenablehnung deutlich gemacht.

Der Fahrgastverband PRO BAHN wünscht ebenfalls keine zusätzliche Straßenbrücke und fordert die Verantwortlichen auf, die Stauproblematik mit Verbesserungen beim öffentlichen Verkehr zu lösen:

  • Beschleunigung und Ausweitung des  Busverkehrs mit verzögerungsfreien Umsteigebeziehungen zur Bahn. Zum Beispiel mit Busanschlüssen direkt am Bahnsteig. Nicht wie in Kandel, dort müssen Fahrgäste lange Wege zwischen Bus und Bahn zurücklegen.
  • Verbesserung der Signal- und Sicherungstechnik auf den Zulaufstrecken zur Eisenbahnbrücke.
  • Ausbau der Strecke Winden – Wörth, um unnötige Aufenthalte in den Kreuzungsbahnhöfen zu vermeiden.
  • Verlängerung der Rhein-Neckar-S-Bahn. Stündlich von Germersheim über Wörth zum Hauptbahnhof Karlsruhe und zusätzlich einen 30-Min-Takt der Karlsruher S-Bahn.
  • Beseitigung der Zu- und Abgangshemnisse zu den Gleisen 101 und 102 (Pfälzer Bahnhof) im Hauptbahnhof Karlsruhe
  • Realisierung der ÖPNV-Verknüpfung mit dem Elsass. Vorschläge gibt es von der deutsch-französischen Initiative Trans-PAMINA:
  • http://www.trans-pamina.eu/IMG/pdf/weissbuch_livre_blanc_transpamina_2016.pdf

 

 

 

20. Oktober 2016

An die
regionalen Medien

Besserer ÖPNV in der Südpfalz und bessere Verbindungen über den Rhein
Michael Heilmann vom ZV SPNV beim Fahrgastverband PRO BAHN

Auf Einladung des Fahrgastverbandes PRO BAHN sprach bei der jüngsten Mitgliederversammlung der Geschäftsführer des Zweckverbandes Schienennahverkehr Rheinland-Pfalz Süd Michael Heilmann über Gegenwart und Zukunft des öffentlichen Verkehrs, besonders des Schienenverkehrs in Rheinland-Pfalz mit allen seinen Auswirkungen auch auf die Region Karlsruhe.

Der Rheinland-Pfalz-Takt 2015 ist ein gemeinsames Projekt der beiden für den Nahverkehr auf der Schiene zuständigen Zweckverbände SPNV-Nord und ZSPNV-Süd, des Landes Rheinland-Pfalz und des Saarlandes in Abstimmung mit den benachbarten Aufgabenträgern in NRW, Hessen, Baden-Württemberg und Luxemburg, so Heilmann. Ziel des Projektes sei es einen landesweiten Nahverkehr aus einem Guss zu installieren, der autofreie Mobilität für alle sichert und zwar in den Ballungsräumen genauso wie in ländlichen Regionen.

Heilmann berichtete, dass als Ergebnis jahrelanger Planungen seit Dezember 2014 große Teile des öffentlichen Verkehrsangebotes im Land grund­legend überarbeitet wurden und somit an die geänderten Anforderungen der Gegenwart und der nächsten 10 bis 15 Jahre angepasst und attraktiver gestaltet wurden. Alleine das Angebot an Fahrten im Schienenverkehr wurde schrittweise um ca. 20 % gesteigert. Neue Verbindungen mit Regionalexpress-Zügen und Regionalbahnen sowie darauf abgestimmte Buslinien vernetzen inzwischen die Regionen des Landes besser als je zuvor. Und neue moderne Fahrzeuge bieten deutlich mehr Komfort und Service.

Für die Region Karlsruhe besonders interessant waren Heilmanns Feststellungen, dass große Anstrengungen unternommen wurden und noch werden, um den Schienenverkehr über den Rhein attraktiver zu machen. Ein nicht zu vernachlässigender Pluspunkt dürfte dann die damit einhergehende Entlastung des Nadelöhrs Straßenrheinquerung sein. Damit könnte der Druck auf die Forderung nach einer zusätzliche Straßenbrücke gemindert werden. Bekanntlich ist diese zusätzliche Straßenbrücke sehr umstritten und wird auch vom Fahrgastverband PRO BAHN abgelehnt.

Eine wichtige Maßnahme war die Einführung der Flügelung einiger Regionalexpresszüge in Landau, um durchgehende Verbindungen sowohl Richtung Neustadt als auch Richtung Pirmasens von Karlsruhe aus anbieten zu können.

Leider ist das Zusammenkuppeln von zwei Zügen ein sehr viel komplexerer Vorgang als die gegenläufige Teilung eines Zuges, sodass in dieser Richtung sich die Fahrzeiten um bis zu fünf Minuten verlängern können. Wir von PRO BAHN bedauern sehr, dass an keiner Stelle ausreichende Aktivitäten entwickelt werden, zeitraubende Vorgänge bei gleicher Sicherheit zu beschleunigen, sondern die billigende Inkaufnahme massiver Verzögerungen eher die Regel ist (z. B. auch am Bahnübergang in Kleinsteinbach)

Beim Thema Bundesverkehrswegeplan, Bereich Schiene, zeigten sich die Anwesenden enttäuscht, dass alle Schienenprojekte aus der vordringlichen Bedarfsliste entfernt wurden. So auch den zweigleisigen Ausbau der Strecke Wörth – Winden sowie deren Elektrifizierung. Trotzdem hofft Heilmann, dass über kommunale Finanzierungen (GVFG bzw. Entflechtungsgesetz) wenigstens Abschnittsweise Winden – Kandel zweigleisig ausgebaut werden kann.

Da dadurch das gegenseitige Abwarten der RE-Züge in Winden entfallen könnte, würde sich die Fahrzeit von und zum Karlsruher Hauptbahnhof verkürzen. Dies hätte neben der Attraktivitätssteigerung zur Folge, dass die Anschlüsse im Karlsruher Hauptbahnhof sowohl zum als auch vom Fernverkehr in beiden Richtungen sicherer erreicht würden.

Das derzeitige Sorgenkind in der Südpfalz, die von der AVG mit den Linien S 51/52 betriebene Strecke Germersheim – Wörth – Karlsruhe, wird voraussichtlich erst in einigen Jahren entschärft werden, da derzeitige Verträge dies nicht zulassen. Die von PRO BAHN gewünschte Verlängerung der Rhein-Neckar-S-Bahn von Germersheim über Wörth nach Karlsruhe Hbf fällt darunter. Trotzdem hat man kleine Verbesserungen erreicht: So wurde die Pünktlichkeit verbessert und das Problem ausfallender Züge wird es in absehbarer Zeit nicht mehr geben. Auch in Germersheim wurde die Anschlusssituation durch kürzere Umsteigewege wesentlich verbessert.

So wie in Baden-Württemberg gibt es auch in Rheinland-Pfalz die stündlich verkehrenden Regiobuslinien für die Regionen, die keine ausreichende Schienenanbindungen haben.

Ganz zum Schluss bedankte sich Versammlungsleiter und Vorstandsmitglied Holger Heidt bei Michael Heilmann für seinen interessanten Vortrag und die anschließende Diskussion Heidt bedankte sich außerdem bei Michael Heilmann dafür, dass dieser eng mit der deutsch-französischen Initiative Trans-PAMINA, bei der PRO BAHN Gesellschafter ist, zusammenarbeitet. Trans-PAMINA setzt sich bekanntlich für einen attraktiven grenzüberschreitenden Verkehr ein und so konnte Heilmann die freudige Botschaft überbringen, dass im kommenden Jahr zwischen Wörth und Straßburg vier durchgehende Zugpaare verkehren werden und der KVV ab Dezember an Wochenenden für Zeitkarteninhaber ein Elsass-Ticket anbieten wird.

Unsere Aktion zur Verlängerung der Turmbergbahn am 29. September 2016:

Pressespiegel

 

Unsere Aktion zur Haltestelle Untermühlstraße am 24. September 2016:

Pressespiegel

 

10. September 2016

An die örtlichen Medien

Ein Wagen von der Linie 8

Der Fahrgastverband bedauert sehr, dass heute, am 10. September 2016,  die letzte Bahn der Linie 8 die Stadtteile Durlach, Aue und Wolfartsweier miteinander verbindet. Leider bedeutet das 13. Jahr des Bestehens dieser Linie und der Strecke nach Wolfartsweier das Aus für den Achter. So emotionsbeladen wie Weiß Ferdl seine Linie 8 besungen hat, wurde der Durlacher Achter leider nie besungen und gewürdigt.

Trotzdem gibt es Leute, die dieser Linie 8 eine Träne nachweinen und sie auch vermissen werden.

Schade! Eine Verkehrspolitik, die anfängt beim öffentlichen Verkehr zu sparen, ist zum Scheitern verurteilt. Und auch einer Gesellschaft tut es nicht gut, wenn bei öffentlichen Einrichtungen gespart wird und alles was individuell erledigt werden kann, gefördert wird.

PRO BAHN ist sehr davon überzeugt, dass gerade der öffentliche Verkehr einen wesentlichen und wichtigen Beitrag zu einem gut funktionierenden Gemeinwesen leistet. Man könnte fast befürchten, dass dieses Bewusstsein bei vielen politisch Verantwortlichen verschwunden ist.

Dank großem Engagement in den vergangenen Jahren bei den Karlsruher Verkehrsunternehmen und mit Unterstützung der Politik, hat unsere Stadt weltweit einen hervorragenden Ruf in Sachen öffentlichem Verkehr. Leider ist davon nicht mehr allzu viel zu spüren, seit beim öffentlichen Verkehr immer mehr die Sparschraube angezogen wird. Die Folgen sind zunehmende Unzufriedenheit bei den Fahrgästen wegen längerer Fahrzeiten und vermehrter Umstiegezwänge. Ohne Linie 8 müssen eben die Bewohner von Aue und Wolfartsweier auf dem Weg nach Durlach und umgekehrt umsteigen und längere Reisezeiten in Kauf nehmen. Für die Nutzer dieser Angebote ein großer Attraktivitätsverlust. Wer bisher den umweltfreundlichen öffentlichen Verkehr nutzte wird bestraft, wer Auto fährt wird jetzt auch noch in seinem Verhalten bestätigt.

Deshalb werden noch mehr Autos die enge Innenstadt von Durlach belasten. Eine Abwärtsspirale für den Straßenbahnverkehr wird damit in Gang gesetzt.

PRO BAHN ist der Meinung, dass besserer und attraktiverer ÖPNV der einzige und richtige Weg ist die Verkehrs- und Umweltproblematik zu lösen. Deshalb ist für uns das letzte Wort in Sachen Linie 8 noch nicht gesprochen und wir hoffen auf Unterstützung bei unserem Bemühen diese Linie wieder starten zu lassen.

Und wir hoffen, dass wir bald wieder Weiß Ferdls Lied von der Linie 8 anstimmen können.

1. August 2016

An die regionalen Medien

Pressemitteilung:

Trans-PAMINA will endlich öffentlichen Nahverkehr zwischen Mittelbaden und dem Nordelsass

Trans-PAMINA und PRO BAHN bedauern die Aussagen des CDU-Bundestagsabgeordneten Kai Whittacker und der Landtagsbgeordneten Sylvia Felder, die es ablehnen eine Zugverbindung von Rastatt nach Roeschwoog in den Bundesverkehrswegeplan aufzunehmen. Ihre Behauptungen, dass sich damit der Ausbau des Autobahnanschlusses Rastatt-Nord und der B3-Lückenschluss Kuppenheim verzögern könnte, werden aufs Schärfste zurückgewiesen.

„Entweder haben die Abgeordneten der CDU keine Ahnung vom Bundesverkehrswegeplan, in welchem die Mittel für den Straßenbau festgelegt sind und nicht für die Schiene umverteilt werden können, oder die beiden Politiker wollen mit falschen Argumenten ihre Wähler täuschen,“ so der Vorsitzende von PRO BAHN in der Region Mittlerer Oberrhein und Mitglied der deutsch-französischen Initiative Trans-PAMINA, Gerhard Stolz.

Seit Jahren besteht in der Region das Bedürfnis zwischen Mittelbaden und dem Nordelsass eine ÖPNV-Verbindung einzurichten, denn bislang ist eine Rheinquerung mit öffentlichen Verkehrsmitteln zwischen Höhe Straßburg und Karlsruhe nicht möglich und wer kein Auto hat, kann nicht das Nachbarland besuchen.

Die Landesregierung hat jetzt der Region ein Angebot unterbreitet, mit dem eine Buslinie zwischen Rastatt, Roeschwoog und Haguenau als Vorlauf einer Bahnverbindung, wie von Trans-PAMINA vorgeschlagen, zur Hälfte finanziert werden soll. Genau darauf bezog sich die Grünen-Landtagsabgeordnete Kirsten Lehnig und zwar im Interesse der Fahrgäste.

„Ganz unverständlich ist, dass die beiden CDU-Abgeordneten auf diese Art und Weise das deutsch-französische Zusammenwachsen ohne Not behindern“, so das Baden-Badener Trans-PAMINA-Mitglied, Günther Seifermann.

 

19. Juli 2016

An die regionalen Medien

Endlich Verbesserungen im grenzüberschreitenden Verkehr
Fahrgastverband PRO BAHN sieht Schritt in die richtige Richtung

„Gute Nachrichten für den grenzüberschreitenden Regionalverkehr am Oberrhein zwischen der Pfalz und dem Elsass: Ab Mai 2017 bietet der Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Süd (ZSPNV Süd) in Kooperation mit der französischen Région Alsace Champagne-Ardenne Lorraine (Grand Est) sowie den beiden Verkehrsunternehmen DB Regio und SNCF In den Sommermonaten umsteigefreie saisonale Wochenendzüge zwischen dem pfälzischen Wörth/Rhein und der elsässischen Metropole Straßburg an. Die Züge werden im Rahmen des Ausflugszugprograms des Rheinland-Pfalz-Taktes angeboten und sind samstags und sonntags für den Zeitraum jeweils zwischen dem 1. Mai und Ende Oktober vorgesehen.“

So oder ähnlich war es vergangener Woche den Medien zu entnehmen. Der Fahrgastverband PRO BAHN sieht diese Entwicklung im grenzüberschreitenden Verkehr mit Frankreich ebenfalls sehr positiv und sieht seine Bemühungen mit der Initiative Trans-PAMINA, deren Träger u.a. PRO BAHN ist, in Ansätzen bestätigt und damit auf dem richtigen Weg.

Auch das ab Dezember 2016 gültige Tarifangebot des Karlsruher Verkehrsverbundes zeigt in die richtige Richtung: Nach dem Vorbild des Ticket Region Alsace Plus des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar wird es künftig für Kunden des KVV möglich sein, ein Anschlussticket für Fahrten aus dem südpfälzischen KVV-Gebiet bis nach Straßburg oder Sélestat/Schlettstadt nördlich von Colmar zu lösen.

Allerdings sieht PRO BAHN immer noch einen großen Nachholbedarf in Sachen grenzüberschreitendem ÖPNV:

  1. Die Verbindung von Höhe Rastatt und Baden-Baden Richtung Elsass fehlt weiterhin. Dazu schlägt die Initiative Trans-PAMINA eine Buslinie von Baden-Baden zum Verknüpfungsbahnhof Roeschwoog vor sowie die Reaktivierung der Bahnlinie Rastatt – Roeschwoog – Haguenau.
  1. Die Bahnlinien Straßburg  – Lauterbourg – Wörth und Straßburg – Haguenau – Weißenburg/Wissembourg sollten an allen Tagen vertaktet werden.
  1. Das Ticket Region Alsace Plus sollte täglich gelten und auch auf der badischen Rheintallinie nach Straßburg anerkannt werden

 

1. Juni 2016

An die örtlichen Medien

Glückwunsch von PRO BAHN zur Eröffnung des Gotthardbasistunnels

In der Schweiz wird am heutigen Mittwoch der neue Gotthard-Basistunnel
eröffnet. PRO BAHN beglückwünscht die Schweizer Nachbarn und bedauert gleichzeitig, dass in Deutschland so wenig für den Schienenverkehr getan wird.

Dieses Verkehrsprojekt, das von PRO BAHN als weitsichtig bezeichnet wird, wurde zusammen mit dem Projekt Ausbau der Bahninfrastruktur zwischen Rotterdam und Genua im Jahr 1998  beschlossen. Fahrzeitverkürzungen und Kapazitätserweiterungen auf der Schiene standen Pate für diese zeitgemäße Verkehrspolitik. „Während die Schweiz  ihre Hausaufgaben erfüllt, wird in Deutschland weiterhin eine falsche Verkehrspolitik betrieben, die den Straßenbau priorisiert und wir uns dann wundern und gleichzeitig beklagen, wenn die Verkehrslawine immer mehr zunimmt und auf den Autobahnen ein Lkw hinter dem anderen fährt!“, so der Vorsitzende des Regionalverbandes von PRO BAHN, Gerhard Stolz.

„Die fehlende Priorisierung des Schienenverkehrs in den bisherigen Bundesverkehrswegeplänen führte dann dazu, dass zwar der Gotthardtunnel in der Schweiz fertiggestellt ist, die Zulaufstrecken auf deutscher Seite aber kaum vorankommen. Ein typisches Beispiel ist, dass erst vor wenigen Tagen der Rastatter Tunnel in Angriff genommen wurde, obwohl das Baurecht bereits seit 18 Jahren vorliegt!  Südlich von Offenburg geht es im Schneckentempo voran und nördlich von Karlsruhe sowie im stark belasteten Mittelrheintal hat man sich bislang noch nicht einmal auf eine Trasse festgelegt.“, so der Fahrgastverband.

Der neue Bundesverkehrswegeplan steht kurz vor der Verabschiedung. PRO BAHN hat die dringende Erwartung, dass der Gesetzgeber dabei der Schiene mehr Priorität einräumt und die entsprechenden und notwendigen Finanzmittel bereitstellt, auch durch Umschichtungen von der Straße hin zur Schiene.

16. April 2016

An die Mitglieder des Karlsruher Gemeinderates
An den Oberbürgermeister der Stadt Karlsruhe

Offener Brief:
Fahrgastverband PRO BAHN gegen Kürzungen beim Öffentlichen Verkehr

Sehr geehrte Frau Stadträtin, sehr geehrter Herr Stadtrat,
sehr geehrter Herr Oberbürgermeister!

Anscheinend ist die Erkenntnis, dass gerade der öffentliche Verkehr einen wesentlichen Beitrag zu einem gut funktionierenden Gemeinwesen leistet, ganz aus dem Bewusstsein vieler politisch Verantwortlicher verschwunden.

Dank großem Engagement in den vergangenen Jahren bei den Karlsruher Verkehrsunternehmen und mit Unterstützung der Politik hat unsere Stadt weltweit einen hervorragenden Ruf in Sachen öffentlichem Verkehr. Leider ist davon nicht mehr allzu viel zu spüren, seit der öffentliche Verkehr nicht mehr mit dem gleichen Schwung geleitet und betrieben wird wie in der Vergangenheit. Die Folgen sind zunehmende Unzufriedenheit bei den Fahrgästen und deshalb auch vermehrter Umstieg auf andere Verkehrsmittel. Ein verheerender Teufelskreis wurde damit in Gang gesetzt.

Jetzt sollen auch noch Angebote gestrichen und ausgedünnt werden. Damit würde die Abwärtsspirale unseres ÖPNV erst richtig angeheizt.

Der Fahrgastverband PRO BAHN wehrt sich gegen alle geplanten Angebotsverschlechterungen und fordert die Politik auf, sich dem entgegenzustellen und stattdessen auf Wachstum beim öffentlichen Verkehr zu setzen.

Besserer und attraktiverer ÖPNV ist der einzige und richtige Weg die Verkehrs- und Umweltproblematik zu lösen.

Mit freundlichen Grüßen

Fahrgastverband PRO BAHN

 

16. April 2016

Schnelle Rheinüberquerung trotz Sanierung der Rheinbrücke

Es verdichten sich die Anzeichen, dass im Jahr 2018 die Straßenbrücke über den Rhein zwischen der Pfalz und Karlsruhe total saniert wird. Dann kommt es zu Verkehrseinschränkungen und an einigen Tagen zu Totalsperrungen. Es wäre nachhaltiger und mit weniger Einschränkungen während der Bauzeit verbunden, wenn die von der Karlsruher Seite vorgeschlagene Ersatzbrücke gebaut werden würde.

Welche Methode auch ausgeführt wird, die Brückensanierung bringt Staus und das vor allem im Berufsverkehr. Wie könnte dennoch ein schneller Personenverkehr über den Rhein  mit der Bahnbrücke organisiert werden?

Wenn wir das tatsächlich wollen, muss schnell gehandelt werden. Es ist klar, dass nur wenig Geld zur Verfügung steht, keine neuen Fahrzeuge beschafft werden können, und keine Umbaumaßnahmen an der Infrastruktur mehr möglich sind.

Schauen wir uns den Schienenpersonenverkehr zwischen 16 h und 19 h von Karlsruhe in die Pfalz an (zurückflutender Berufsverkehr):

Zugart

von

nach

mittlere Geschwindigkeit

Reisende pro Zug und Stunde über die Brücke

RE (RE 6)

KA Hbf.

Landau

80 km/h

300 bis 350

RB (RB 51)

KA Hbf.

Landau

63 km/h 

200 bis 250 

S 5 (3 Züge/h)

KA Europaplatz

Wörth-Dorschberg

25 km/h -27 km/h

30 bis 90

S 51

KA Hbf.

Germersheim Bf. 

43 km/h 

50 bis 70

S 52

KA Europaplatz

Germersheim Bf.

37 km/h - 41 km/h

70 bis 90

Rund 800 Reisende je Stunde und Richtung überqueren im abendlichen Berufsverkehr den Rhein Richtung Pfalz, etwa 60 % davon nutzen die beiden Züge des Rheinland-Pfalz-Taktes, 20 % die 3 Stadtbahnen nach Wörth und weitere 20 % die 2 Stadtbahnen nach Germersheim.

Aus dieser Aufstellung geht hervor, dass die Verkehrsteilnehmer die schnellen Regionalzüge zwischen Karlsruhe Hbf. und Neustadt/Weinstr. bevorzugt nutzen. Taktverkehr, Pünktlichkeit und kein Linienbruch in Landau kommen als weitere Vorteile dazu. Leider ist die Strecke zwischen Wörth und Winden eingleisig und es könnte darum maximal ein weiterer RE pro Stunde eingesetzt werden.

Die langsamen Stadtbahnen werden in geringerem Umfang genutzt. Bei den Stadtbahnen nach Germersheim kommt zu den viel zu langen Fahrzeiten noch folgenden Nachteile dazu: der Linienbruch in Germersheim in Richtung Mannheim, die tages- und wochenzeitlich wechselnden Linien, unterschiedliche und lückenhafte Darstellung der Fahrpläne in den Fahrplanmedien, ihre Unpünktlichkeit und die Zugausfälle.

Die zweigleisige und elektrifizierte Strecke Wörth – Germersheim erschließt optimal die besonders dicht besiedelte Region:

Rund 25.000 Menschen können den nächsten Bahnhaltepunkt in maximal zehn Minuten zu Fuß erreichen. Rechnet man die Zufahrmöglichkeiten mit dem Fahrrad, Buszubringer und Nutzung der vorhandenen Park-& Ride-Plätze dazu, könnte die Strecke Wörth - Germersheim von etwa 90.000 Verkehrsteilnehmern genutzt werden.

Was wäre auf der Strecke Wörth - Germersheim notwendig:

  1. Vollständige Beseitigung der oben dargestellten Mängel.

  2. Realisierung des von PRO BAHN vorgeschlagen Halbstundentaktes als Basisangebot an allen sieben Wochentagen: Verlängerung der Rhein-Neckar-S-Bahn von Germersheim (S3) nach KA–Hbf im Stundentakt und ebenfalls im Stundentakt die Verlängerung einer S5 ab Knielingen Rheinbergstraße bis Germersheim. Nach dem vorliegenden Fahrplanentwurf hätte die S3 eine mittlere Geschwindigkeit von 68 km/h.

  3. In der Berufsverkehrszeit stündlich je ein weiterer Zug zum Karlsruher Hbf. sowie in die Karlsruher Innenstadt.

  4. Optimierung der Kosten und Fahrpläne gemäß dem Vorschlag von PRO BAHN. Das ist mit einem zusätzlichen S-Bahn-Wagen im Normalbetrieb zu schaffen. Für die zusätzlichen Züge im Berufsverkehr könnte man auch auf ältere Fahrzeuge zurückgreifen, die nicht mehr täglich eingesetzt werden.

Bilanz:

Aktuell fahren über die Rheinbrücke im Berufsverkehr stündlich sieben Züge (1 RE, 1 RB, 3 S5, 1 S51, 1 S52). Insbesondere die Stadtbahnen werden nur in geringem Umfang nachgefragt.

Die heutigen Stadtbahneilzüge würden von der Rhein-Neckar-S-Bahn im Durchlauf Mannheim – Speyer – Germersheim – Wörth - Karlsruhe Hbf. ersetzt. Zwischen Speyer und Karlsruhe würden die Bahnen mindestens von der dreifachen Anzahl an Fahrgästen genutzt.

Während der Sanierung der Straßenbrücke würden im Berufsverkehr je Stunde zusätzlich eingesetzt: Ein RE aus Richtung Landau, ein Zug von Germersheim nach KA Hbf. und ein Zug von Germersheim in die Karlsruher Innenstadt.

Das wären dann zehn Züge je Stunde und Richtung. Das ist viel, müsste aber zu handhaben sein.

Mutet man Reisenden für einen Teil der Strecke Stehplätze zu, so könnten mit dem vorgeschlagenen Konzept je Stunde etwa 2500 Personen im Zug den Rhein überqueren. Davon wäre das Aufkommen aus der Strecke Germersheim – Wörth – Karlsruhe, nach Realisierung des Konzeptes, mindestens eintausend Reisende pro Stunde.

Herbert Jäger

19. März 2016

Stellungnahme von PRO BAHN zum Referentenentwurf des Bundesverkehrswegeplans (BVWP) 2030 vom 16.03.2016

Relativ zufrieden ist der Regionalverband Mittlerer Oberrhein und Südpfalz des Fahrgastverbandes PRO BAHN mit den Schienenprojekten, die in seinem Wirkungsbereich Eingang in den BVWP-Entwurf vom März 2016 gefunden haben. Leider wurde über diese Projekte zunächst allerdings kaum berichtet.

„Vor allem begrüßen wir, dass im vordringlichen Bedarf unter der Nr. 4 mit gutem Nutzen-Kosten-Verhältnis das Projekt „Korridor Mittelrhein: Zielnetz I“ aufgeführt wird, welches im Umkreis von Karlsruhe sowohl zwei weitere Gleise Molzau (bei Wiesental) – Karlsruhe, sei es als Ausbau der bestehenden Strecke, sei es als eigenständige Strecke, als auch den dreigleisigen Ausbau Karlsruhe - Durmersheim umfasst, mit dem ein Engpass zwischen Karlsruhe und der nördlichen Zulaufstrecke zum Rastatter Tunnel vermieden wird.“ So kommentiert PRO-BAHN-Mitglied Dr. Willy Pastorini  aus Bietigheim (Baden) den Entwurf. „Sie genießen in unserer eigenen Projektliste unter den Ausbaumaßnahmen Bahn höchste Priorität“.

Unter den 21 Projekten des vordringlichen Bedarfs folgt an nächster Stelle der weitere viergleisige Ausbau zwischen Karlsruhe und Basel. Zusammen mit dem als Nr. 1 dieser Kategorie geführten Projekt „Ausbau und Elektrifizierung Ulm – Lindau“ entfallen  damit Investitionen in Höhe von rund 7,5 Milliarden EUR bei insgesamt 37,5 Milliarden EUR für Maßnahmen des vordringlichen Bedarfs Schiene auf solche in Baden-Württemberg.

Die Anmeldung weiterer Bahnprojekte, die sich ebenfalls in unserer eigenen Projektliste finden, war weniger erfolgreich. Man muss aber berücksichtigen, dass z. B. ein zweigleisiger Ausbau Wörth – Winden, die Elektrifizierung Wörth – Neustadt (Weinstraße) oder die Reaktivierung der Bahnstrecke Rastatt – Roeschwoog – Haguenau nicht unbedingt Gegenstand des BVWP sein müssen. Hierfür kommt von der Zielsetzung her eher das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) in Frage und jenseits der Grenze ohnehin die Finanzierung durch die französische Seite.
 

12. März 2016

Grüne-Fraktion im Ortschaftsrat Durlach zum Thema „Planung für neues Stadtquartier an der Pfinz“ 

Der Antrag der Fraktion Grüne zum Thema Ausschreibung eines städtebaulichen Wettbewerbs zum neuen Stadtquartier an der Pfinz in Durlach stößt beim Fahrgastverband PRO BAHN auf besonderes Interesse.

„Wir nehmen mit Freude zur Kenntnis, dass es für die Grüne Fraktion von großer Wichtigkeit ist, dieses neue Wohngebiet gleich zu Beginn der Baumaßnahmen mit der Straßenbahn zu erschließen,“ so das Durlacher PRO-BAHN-Mitglied Ullrich Müller in einer ersten Stellungnahme, in welcher er die Hoffnung auf große Unterstützung der übrigen Ortschaftsratsmitglieder und der Verwaltung ausdrückt.

Der Fahrgastverband verfolgt schon länger die Planungen für das Stadtquartier an der Pfinz und die gleichzeitigen Planungen für den neuen Sportpark auf der unteren Hub.

„Wir sind sehr daran interessiert, dass die beiden neuen Gebiete gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erschlossen werden. Für das neue Pfinzquartier ist die Verlängerung der Straßenbahnlinie von der jetzigen Endhaltestelle genau die richtige Lösung!“, ergänzt Vorstandsmitglied Gerhard Stolz.

Nun hoffen die PRO-BAHN-Mitglieder auf die rasche Aufnahme der Planungen für die Verlängerung der Trasse und die zügige Umsetzung.

„Der verkehrliche Nutzen, dank der Anbindung des Turmbergbades, der Gewerbeschule und sonstiger Einrichtungen, einschließlich der Wohnbebauung, wäre schon heute gegeben“, so Stolz in seiner Kommentierung des großen Nutzenfaktors des Projektes.

10. Januar 2015

EU-Fördermittel aus Brüssel fließen für die Schwarzwaldhochstraße

Zum 01. Januar 2014 wurde im Nordschwarzwald eine Fläche von ca. 100 Quadratkilometern als Nationalpark ausgewiesen. Dies allein bedingt, dass mit weitaus mehr Besuchern als zuvor gerechnet werden muss. Es kann davon ausgegangen werde, dass dieser Personenkreis es vorzieht, den ÖPNV zu nutzen.

Mehrere Millionen Euro aus Mitteln der Europäischen Union stehen laut dem Projekt „Leader“ für den neuen Nationalpark Schwarzwald mit der Schwarzwaldhochstraße in den nächsten Jahren, auch für den öffentlichen Verkehr, zur Verfügung!

Der Fahrgastverband PRO BAHN erwartet deshalb, dass das öffentliche Verkehrsangebot im genannten Gebiet eine deutliche Aufwertung erhält.

PRO BAHN fordert für den Nationalpark ein überzeugendes ÖV-Verkehrskonzept, mit einem flächendeckenden und zeitlich ausgeweiteten Angebot, so dass nicht gerade dem Personenkreis, der die umweltfreundliche Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Nationalpark wählt, der Besuch erschwert wird.

In jüngster Zeit musste leider festgestellt werden, dass das Interesse an einem attraktiven öffentlichen Verkehr bei den Stadt- und Landkreisen, als Aufgabenträger des öffentlichen Busverkehrs, im genannten Gebiet stark nachgelassen hat und sogar – trotz feierlicher Gründung des Nationalparks – der öffentliche Verkehr eingeschränkt wurde. Beispielsweise wurde der Takt auf der Linie 245 Baden-Baden – Mummelsee  ausgedünnt und montags wurde die Linie sogar ganz eingestellt. Noch trauriger präsentiert sich das Angebot Freudenstadt – Mummelsee mit unterschiedlichen Angeboten am Wochenende und werktags!  Dabei wäre eine durchgehende Buslinie auf der Schwarzwaldhochstraße, mindestens im Stundentakt, dringend notwendig. Diese gibt es leider immer noch nicht."

 Gerade der Mummelsee und andere interessante Ziele im Nationalpark leiden an schönen Tagen unter der starken Flut der Autos und Motorräder. Für PRO BAHN steht diese Situation in starkem Kontrast zur ökologischen Zielsetzung und den angekündigten touristischen Chancen, die durch den Nationalpark erwartet werden.

Der Fahrgastverband erwartet deshalb, dass bei den kommenden Planungsschritten und bei der Erarbeitung eines Verkehrskonzeptes die Diskussion um die Erreichbarkeit des Nationalparks mit öffentlichen Verkehrsmitteln einen wichtigeren Stellenwert bekommt. Die neuen EU-Mittel sollten dem ÖV-Angebot einen deutlichen Schub geben.

11. Juni 2014

8. bfv-Schulfußball-Aktionstag am Mittwoch, 28. Mai 2014 in der Sportschule Schöneck

Am Mittwoch, dem 28, Mai 2014 konnte ein Ansturm auf die Turmbergbahn Durlach festgestellt werden, da in der Sportschule Schöneck ein Schulfußball-Aktionstag des Badischen Fußballverbandes durchgeführt wurde.

Trotzdem gab es einige Schülergruppen, die nicht die Turmbergbahn nutzten, sondern den Aufstieg zu Fuß bewältigten.

Nachfragen ergaben, dass die Turmbergbahn, obwohl in diesem Fall eindeutig ein öffentliches Verkehrsmittel, nicht in den Verbundtarif des KVV integriert ist, so dass für die Schüler zusätzliche Kosten entstanden. Besonders ärgerlich war, dass gerade eine Gruppe Förderschüler der Pestalozzischule Pforzheim, deren Eltern nicht besonders finanzkräftig sind, wegen nicht vorhandenen Geldmittel zu Fuß gehen sollte, während Schüler anderer weiterführender Schularten anscheinend über genügend Geldmittel verfügten und die Bahn nutzen konnten.

Die Freude bei den Förderschülern war groß, als PRO BAHN die Fahrtkosten (40 EURO) übernahm.

PRO BAHN sieht deshalb Handlungsbedarf in zweifacher Hinsicht:

  1. Die Turmbergbahn sollte unbedingt in den Verbundtarif des KVV aufgenommen werden!
  2. Bei Schulveranstaltungen sollten nicht einige Schüler zu Fuß gehen müssen, weil sie kein Geld haben. Es wäre angebracht eine Lösung zu finden.

12. Mai 2014

Kreistagsfraktion der CDU setzt das Renommee der Technologieregion durch falsche Verkehrsschwerpunkte aufs Spiel

Obwohl viele CDU-Kandidaten immer wieder in Sprechblasen die besondere Attraktivität des Karlsruher Stadtbahnsystems herausstellen und im Wahlkampf nicht müde werden zu betonen, sie würden auch in Zukunft den öffentlichen Verkehr unterstützen, erklärt jetzt der Fraktionsvorsitzende der Kreistagsfraktion, Josef Offele, in einem Gespräch mit dem BNN-Redakteur Matthias Kuld, dass über zukünftige Einschränkungen im öffentlichen Verkehrsangebot nachgedacht werden sollte. Seine Begründung lautet, um Steuermittel einzusparen. Der 10-Minuten-Takt wird wohl das erste Opfer sein, so Offele, der sich aber keine Sorgen um die Steuermittel (über 100 Millionen Euro) des Bundes macht, wenn er gleichzeitig eine zusätzliche Straßenrheinbrücke mit  Anschluss an die B 36 fordert.

Nun wird das Bahnangebot teilweise aus Mitteln des Kreishaushaltes finanziert, während der Brückenbau überwiegend durch den Bund bezahlt würde. Für den Fahrgastverband PRO BAHN sind das aber beides Mittel aus dem Steueraufkommen der Bürger.

PRO BAHN widerspricht dem Fraktionsvorsitzenden und lehnt seine Vorschläge in aller Deutlichkeit ab: „Noch mehr Straßen bedeuten noch mehr Autoverkehr und noch mehr Klagen der unter dem Autoverkehr leidenden Bevölkerung“, so die Position des Fahrgastverbandes. Stattdessen würde ein verbessertes Angebot im öffentlichen Verkehr mehr Menschen dazu bringen die  umweltfreundlichen Alternativen Bus- und Bahn zu benutzen. Preisgünstiger als eine zusätzliche Straßenrheinbrücke wäre dieses ÖV-Angebot allemal.

Nutznießer wären alle Bewohner der Region, während die Ausdünnungen, die die CDU-Fraktion ankündigt, nicht nur den Fahrgästen, sondern dem Renommee der gesamten Technologieregion schaden würde. „Ein Blick nach Stuttgart kann auch einem Karlsruher nicht schaden, dort wird derzeit ein zusätzliches Metro-S-Bahnnetz geplant, welches das Stuttgarter ÖV-Angebot noch mehr verbessern wird!“, so der Regionalverband von PRO BAHN in seiner Stellungnahme

Karlsruhe, 31. Januar 2014

Rede des CDU-Kreistagsfraktionssprechers bei den Beratungen und Verabschiedung des Kreishaushaltes 2014

Der Fahrgastverband PRO BAHN hat die Aussagen des Fraktions­sprechers der CDU-Kreistagsfraktion Willi Leonhardt während der Verabschiedung des Kreishaus­halts 2014 mit Bedauern und Sorgen zur Kenntnis genommen. fordert Leonhardt doch die öffentliche Hand zum Sparen auf  und findet gleich im öffentlichen Verkehr ein Opfer. „Wenn Leonhardt über das Angebot und die Standards beim öffentlichen Verkehr im Zusammenhang mit Einsparungen nachzudenken emp­fiehlt, dann heißt das für das Bus- und Bahnangebot in unserer Region nichts Gutes“, so der Vorstand des Fahrgastverbandes PRO BAHN, Gerhard Stolz.

„Wir bedauern diese Äußerung, hat doch der ÖPNV in unserer Region, dank vieler Verbesserungen und Ausbau­ten in den vergangenen Jahren, einen ausgezeichneten Ruf und bietet unserer Bevölkerung ein attraktives Angebot, das nicht in Frage gestellt werden sollte, im Gegenteil, dort wo Angebotslücken oder Mängel sind, sollten diese geschlossen, bzw. behoben werden“, so Stolz in einem Schreiben an die Kreis-CDU.

Der Fahrgastverband bedauert zusätzlich, dass in der gleichen Rede vom CDU-Sprecher mehr Mittel für die Konkurrenz des öffent­lichen Verkehr, dem Straßenbau und für den Neubau einer Rheinbrücke, zur Verfügung gestellt werden sollen.

Die Folgen dieser Politik würden zu einer Förderung und Stärkung des motorisierten Individualverkehrs bei gleichzeitiger Schwächung des öf­fentlichen Verkehrs führen.

Deshalb wünscht sich der Fahrgastverband gerade das Gegenteil, also mehr Mittel für den  öffentlichen Verkehr statt für den Straßenbau und hofft, dass sich die CDU auch weiterhin für einen umweltfreundlichen Verkehr einsetzt und alle Handlungen darauf  ausrichtet, denn modal-split  zugunsten des öffentlichen Verkehrs zu verbessern, so die Bitte an die CDU-Kreistagsfraktion.

21. Januar 2014

Regionalverkehrsforum Trans-PAMINA –
Forum des Transports Régionaux Trans-PAMINA

Industrie- und Handelskammer mit falschen Akzenten
Öffentlicher Verkehr mal wieder vergessen
Grenzüberschreitende Ausbildung geht nicht ohne Busse und Bahnen

Die Industrie- und Handelskammer Karlsruhe setzt aufs Elsass, war die Botschaft, die vom Neujahrsempfang der IHK zu vernehmen war. Dass die IHK die Kooperation mit dem Elsass stärken möchte und zunehmend auf Arbeitskräfte aus dem benachbarten Ausland setzt, ist uneingeschränkt zu begrüßen. Wenn sie meint, die unterschiedliche Sprache sei das größte Hindernis, verkennt sie allerdings, dass es mit einem grenzüberschreitenden Öffentlichen Verkehr ebenfalls an einer zentralen Voraussetzung fehlt. Gerade junge Auszubildende in nennenswertem Umfang zu gewinnen, wird nur mit einem gut ausgebauten Öffentlichen Verkehr möglich zu sein. Denn Zielgruppe der Wirtschaft sind insoweit Jugendliche, die noch keinen Führerschein besitzen und die einer Generation angehören, in der der Stellenwert des Automobils deutlich abnimmt.

Aus Sicht des Regionalverkehrsforums Trans-PAMINA ist es daher zu bedauern, dass IHK-Präsident Grenke diesen wichtigen Aspekt beim Neujahrsempfang der IHK Karlsruhe ausgeblendet hat. Ebenso wie bei den Äußerungen des IHK-Präsidenten zur Anbindung des Flughafens Karlsruhe/Baden-Baden und zur Planung einer zweiten Straßenbrücke, die das Bestehen einer Eisenbahnbrücke zwischen Karlsruhe und Wörth mal wieder nicht zur Kenntnis nehmen, scheint die IHK den Wert und die wirtschaftliche Bedeutung eines guten Öffentlichen Verkehrs noch nicht erkannt zu haben. Dabei sollte man gerade von Vertretern der Wirtschaft erwarten, dass sie wirtschaftlich denkende Arbeitnehmer gezielt unterstützen, die eine adäquate Alternative im Öffentlichen Verkehr der verlorenen Zeit im Automobil vorziehen. Die IHK verkennt damit zugleich den Stellenwert der vielen krisenfesten Arbeitsplätze, die im Öffentlichen Verkehr bereits bestehen und bei einem konsequenten Ausbau zusätzlich geschaffen werden könnten.

9. April 2013

Nationalpark Nordschwarzwald – öffentlicher Verkehr vergessen?

Im Zuge der Diskussion um den Nationalpark Nordschwarzwald erwartet der Fahrgastverband Pro Bahn, dass das öffentliche Verkehrsangebot im genannten Gebiet eine deutliche Aufwertung erhält.

Vermisst wird bei der Diskussion um den Nationalpark ein überzeugendes ÖV-Verkehrskonzept, das ein flächendeckendes und zeitlich ausgeweitetes Angebot beinhaltet, so dass nicht gerade dem Personenkreis, der die umweltfreundliche Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln wählt, der Besuch erschwert wird.

Im jüngst vorgestellten Gutachten wird der öffentliche Verkehr gar nicht erwähnt, für Pro Bahn ein nicht zu akzeptierendes Versäumnis!

Zudem musste In jüngster Zeit leider festgestellt werden, dass das Interesse an einem attraktiven öffentlichen Verkehr bei den Stadt- und Landkreisen als Aufgabenträger des öffentlichen Busverkehrs stark nachgelassen hat. Man kann sagen, der öffentliche Verkehr wurde stark geschröpft! So wurde beispielsweise die Linie 245 Baden-Baden – Mummelsee bereits im vergangenen Jahr eingeschränkt. Noch trauriger präsentiert sich das Angebot Freudenstadt – Mummelsee! Dabei wäre eine durchgehende Buslinie auf der Schwarzwaldhochstraße mindestens im Stundentakt dringend notwendig, gibt es aber nicht. Gerade der Mummelsee und andere interessante Ziele leiden an schönen Tagen unter der starken Flut der Autos und Motorräder. Für Pro Bahn steht diese Situation in starkem Kontrast zur ökologischen Zielsetzung und den angekündigten touristischen Chancen, die durch den Nationalpark erwartet werden.

Der Fahrgastverband erwartet deshalb, dass bei den kommenden Planungsschritten und bei der Erarbeitung eines Verkehrskonzeptes die Diskussion um die Erreichbarkeit des Nationalparks mit öffentlichen Verkehrsmitteln einen wichtigen Stellenwert bekommt.

15. März 2013

Pro Bahn lehnt die Kaiserstraßensperrung ab
Der Fahrgastverband sieht die Straßenbahnfahrgäste als Opfer

„Es kann doch nicht sein, dass die schon stark belasteten Fahrgäste einen weiteren Schlag einstecken müssen, nur weil der Zeitplan für die Fertigstellung der Kombilösung nicht mehr zu halten ist. Dass solche Großprojekte immer mit Unwägbarkeiten, das heißt auch Zeitverzögerungen zu rechnen haben, dürfte inzwischen allgemein bekannt sein.“ so die Mitglieder des Fahrgastverbandes von Pro Bahn bei ihrer gestrigen Versammlung. Deshalb sollten die Baumaßnahmen wie geplant, Schritt für Schritt, mit jeweils der Sperrung nur einer Abfahrt Richtung Hauptbahnhof, weitergeführt werden.

Was jetzt gemacht wird, die Bahnen eine weiträumige Umleitung fahren zu lassen, lässt die Attraktivität des öffentlichen Verkehrs auf einen Tiefpunkt sinken.

Eigentlich sollte die Kaiserstraße als wichtigste Ost-West-Verbindung immer befahrbar bleiben. Das war überzeugend, denn durch die geplante Umleitung werden sich enorme Verspätungen aufbauen, Anschlüsse können nicht mehr gehalten werden und die Fahrgäste müssen deshalb noch längere Fahrzeiten in Kauf nehmen, oder was noch schlimmer sein wird, ein Teil der Kunden wird dem ÖPNV den Rücken zukehren und vielleicht für immer verloren gehen.

Das einst weltweit gepriesene Karlsruher Modell erhält immer mehr Schrammen und verliert allmählich seinen Glanz!

Der Fahrgastverband plädiert deshalb nochmals eindringlich an den Oberbürgermeister, diese Maßnahme zu stoppen.

20. März 2013

Resolution zur Reaktivierung der Bahnstrecke
Rastatt – Haguenau

Der Fahrgastverband Pro Bahn, Regionalverband Mittlerer Oberrhein, bekräftigt seinen Wunsch, die Eisenbahnstrecke von Rastatt nach Haguenau zu reaktivieren. Er unterstützt damit die bereits Anfang Februar 2013 vom Fahrgastverband Pro Bahn Landesverband öffentlich gemachte Forderung, dass über die Rheinbrücke Wintersdorf wieder Züge fahren sollten.

Die Strecke von Rastatt nach Haguenau war im 20. Jahrhundert als Nebenast der Rheintalbahn eine wichtige Verbindung für den regionalen und internationalen Bahnverkehr. Heute brauchen Bahnreisende auf den allermeisten Relationen mehr als zwei Stunden, um von Rastatt nach Haguenau zu kommen. Selbst Fahrgäste aus dem deutlich weiter entfernten Karlsruhe sind damit noch schneller in Haguenau als die Rastatter Bürger. Mit einer Direktverbindung von Rastatt nach Haguenau wäre die Fahrzeit auf rund ein Drittel der durchschnittlichen heutigen Fahrzeit zu verringern. Auch die Fahrzeit von Rastatt nach Strasbourg ließe sich bei einer günstigen Vertaktung der beiden Bahnstrecken im französischen Roeschwoog auf unter eine Stunde reduzieren. Gleichzeitig würde damit für die Rastatter Stadtteile Münchfeld und Wintersdorf eine attraktive Anbindung an das Bahnnetz und an die Innenstadt geschaffen.

Der Fahrgastverband Pro Bahn sieht bei einer attraktiven Vertaktung durchaus ein Potential für die Reaktivierung der Bahnstecke. In den an der Bahnlinie angrenzenden Gemeinden leben rund 130.000 Einwohner. Mit seinen annähernd 17.000 Einpendlern und rund 9.000 Auspendlern täglich hat allein Rastatt einen beachtlichen Berufsverkehr.

4. Februar 2013:

Wiederinbetriebnahme der Brücke Wintersdorf/Pont du Beinheim für den Schienenverkehr

Zusätzliche Rheinbrücke für den Schienenverkehr ist überfällig

Der Fahrgastverband Pro Bahn fordert die Einrichtung eines grenzüberschreitenden öffentlichen Personenverkehrs zwischen Nordbaden/Mittelbaden und dem nördlichen Elsaß.

Lange, zu lange wurde der grenzüberschreitende öffentliche Verkehr zwischen diesen beiden Räumen vernachlässigt.

Während bereits in den 50iger Jahren des vergangenen Jahrhunderts die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in Angriff genommen, dem Raum sogar mit Pamina ein Namen verabreicht wurde, ist für die möglichen Nutzer des öffentlichen Verkehrs, außer den Umwegen über Weißenburg und Lauterburg, nichts geschehen. Neue attraktive Grenzübergänge für den Autoverkehr wurden geschaffen und werden weiter geplant und gefordert. Jüngstes Beispiel ist die Forderung nach einer zusätzlichen Rheinbrücke im Raum Karlsruhe. Der Schienenverkehr hat dagegen keine Rheinquerungsmöglichkeiten zwischen den Brücken in Karlsruhe und Straßburg.

Glücklicherweise wurde die Wintersdorfer Brücke nie dem Schienenverkehr entzogen und könnte so mit relativ geringem Aufwand wieder in Betrieb genommen werden.

Dadurch könnte zwischen den beiden Rheintalstrecken auf deutscher und französischer Seite eine Nahverkehrsverbindung eingerichtet werden und bei entsprechenden Investitionen, wie der Elektrifizierung, auch der TGV über diese Strecke geleitet werden, Die Fahrzeitverkürzung für den TGV würde etwa 10 Minuten betragen, weil die Strecke nach Straßburg kürzer würde und die Züge Richtung Marseille müssten nicht mehr Kopf machen

Karlsruhe, 28. Oktober 2012

Rheinbrücke – ein neuer Gedankengang wird ins Spiel gebracht

Mehr Verkehr auf der Schiene würde alle Probleme lösen

In den vergangenen Jahren wurden alle möglichen Störungen und Verkehrsbelastungen auf der Rheinbrücke von vielen Kreisen zum Anlass genommen, sich für eine zweite Straßenbrücke über den Rhein zu engagieren. Gegner dieser sogenannten zweiten Rheinbrücke verwiesen dabei immer wieder auf der zur Straßenbrücke parallelen Eisenbahnbrücke geführten öffentlichen Verkehr und waren auch mehrheitlich der Meinung, dass auf der Eisenbahnbrücke noch genügend Kapazität sei, um die Straßenbrücke zu entlasten.

Befürworter der zusätzlichen Straßenbrücke zweifelten allerdings diese Kapazitätsreserven an, um dabei umso mehr die zweite Straßenrheinquerung zu fordern.

Dies nahm jetzt die im Karlsruher Gemeinderat sitzende Partei Die Linke zum Anlass, um ihrerseits eine zusätzliche Eisenbahnrheinbrücke einzufordern.

Der Fahrgastverband Pro Bahn ist zwar immer noch der Meinung, dass die jetzigen Kapazitäten, sowohl auf der Straße, als auch auf der Schiene ausreichend sind, begrüßen jedoch die Initiative der Linken, da diese die Forderungen nach einem besseren öffentlichen Verkehr untermauern, den der Fahrgastverband schon lange fordert:

 

  • Zweigleisiger Ausbau der Bahnstrecke Wörth – Winden.
  • Verbessertes Angebot der S-Bahnen zwischen Wörth und Germersheim.
  • Ertüchtigung der Signal- und Gleisanlagen im Bahnhof Wörth.
  • Integrales Bussystem (mindestens Stundentakt) in der Südpfalz und im Elsaß mit passenden Anschlüssen an den Schienenverkehr.
  • Verbindungen bzw. Durchbindungen mit den elsässischen Bahnlinien Lauter­burg –Straßburg und Weißenburg –Straßburg.
  • Tarifverbund mit dem Elsaß
  • Verlängerung Stadtbahn von Wörth nach Kandel bzw. Bad Berzabern

10. Februar 2012

Pressetext des Fahrgastverbandes Pro Bahn für die Veranstaltung am Freitag, 10. Februar 2012 bei den Karlsruher Rheinbrücken.

Die Alternative zur zusätzlichen Rheinbrücke heißt öffentlicher Verkehr!

Von den Befürwortern einer zusätzlichen Rheinbrücke, sie nennen diese eine zweite Rheinbrücke, obwohl es bereits zwei Brücken bei Maxau gibt, wird betont, dass viele Menschen täglich mit ihren Autos auf der Straßenbrücke im Stau stehen. Die TechnologieRegion Karlsruhe hat sich in den vergangenen Jahren sehr entwickelt, so dass auch die Verkehrsbeziehungen über den Rhein zunahmen. Dabei hat nicht nur der Straßenverkehr, sondern auch der Bahnverkehr über die Eisenbahnbrücke zugenommen. So besteht inzwischen ca. alle 10 Minuten eine Fahrmöglichkeit auf der Schiene in beiden Richtungen.

Trotzdem ist von vielen Pendlern zu hören, sie seien auf ihr Auto angewiesen, weil der öffentliche Verkehr keine Alternative sei. Teilweise haben sie Recht, denn in der Südpfalz und im Elsass ist keine flächendeckende ÖV-Versorgung vorhanden. Diese Tatsache wird von den Straßenbrückenbefürwortern begierig aufgenommen und deshalb wird diese sogenannte zweite Rheinbrücke, ohne über Alternativen auch nur nachzudenken, permanent gefordert.

Für den Fahrgastverband Pro Bahn besteht ebenfalls Handlungsbedarf, aber in Richtung öffentlicher Verkehr: Mit einem Kostenaufwand, der geringer wäre als die Kapitalkosten einer zusätzlichen Straßenbrücke, könnte ein ÖV-Standard erreicht werden, der viele Menschen auf den öffentlichen Verkehr umsteigen ließe. Dieser bessere ÖPNV würde allen Menschen nützen und nicht nur den Autofahrern. Neben einigen Verbesserungen im Eisenbahnverkehr muss unbedingt der Busverkehr neu geordnet werden, denn für die Menschen, die nicht im Einzugsbereich der Schiene leben, bestehen kaum passenden Fahrmöglichkeiten. Im nördlichen Elsass sieht es noch viel schlechter aus.

Die derzeitigen Buslinien in der Südpfalz fahren, außer der Weinstraßenlinie 543, die am Wochenende eingeschränkt verkehrt, in keinem merkbaren Takt, Anschlüsse an die Bahn sind rein zufällig. Auch sind die Fahrzeiten, bedingt durch Umwegefahrten, zu vielen Haltestellen und zu langen Haltestellenaufenthalten, für einen attraktiven Verkehr zu lang.

Für die südlichen Teile der Landkreise Germersheim und Südliche Weinstraße haben wir ein Busangebot entworfen, das auf dem Modell Stadtbus aufbaut und alle Gemeinden in diesem Bereich passend an die Schiene anschließt.

Die Kriterien des neuen Bussystems sind mindestens ein Stundentakt an sieben Tagen in der Woche mit einem Betrieb von ca. 6.00 Uhr bis ca. 23.00 Uhr. Das System hat eine Rendezvoushaltestelle am Bahnhof Kandel, an der sich alle Linien zur vollen Stunde begegnen. Die Auswahl fiel auf Kandel, da sich zu dieser Zeit dort die Regionalbahnen kreuzen. Um die genannten Gebiete flächendeckend stündlich zu versorgen, werden fünf Linien mit je einem Fahrzeug benötigt. Die Kosten betragen pro Bus in einem Jahr maximal 250000 €. Bei fünf Linien wären dies weniger als 1,25 Millionen €. Für zwei Landkreise müsste das zu finanzieren sein, zumal mit zusätzlichen Fahrgeldeinnahmen zu rechnen ist und außerdem die Kosten des derzeitigen Busverkehrs angerechnet werden können.

Der gemachte Vorschlag soll ein Denkanstoß sein, um bei Politikern, Verkehrsplanern und Bürgern eine Abkehr von der Windschutzscheibenperspektive, die unter Verkehr nur den Autoverkehr sieht, zu bewirken.

Aus Sicht des Steuerzahlers: Die zusätzliche Rheinbrücke kostet ca. 110 Millionen. Kapitalkosten betragen derzeit ca. 3%. Das währen Dauerkosten allein aus den Baukosten von 3,3 Millionen pro Jahr. Hinzu kommt noch die Abschreibung. Bei einer Lebenszeit von 100 Jahren kommt nochmals eine Million dazu. Die Unterhaltung der Brücke ist noch gar nicht mitgerechnet.

21. Juni 2011

Zusätzliche Straßenrheinbrücke
Alternativen im Bereich öffentlicher Verkehr

Seit Jahren wird über den Bau einer zusätzlichen Rheinbrücke für den Straßenverkehr diskutiert und von einzelnen Parteien und Organisationen gefordert. Für die Zeit der Sanierung der bestehenden Brücke muss eine Lösung gefunden werden, allerdings heißt dies nicht, dass eine zusätzliche dauerhafte Brücke mit dann doppelten Kapazitäten für den Straßenverkehr gebaut werden muss. Denn der Verkehr auf der bestehenden Rheinbrücke nahm in den vergangenen Jahren gar nicht mehr zu, und es ist auch nicht zu erwarten, dass dies in Zukunft geschieht. Tendenzen einer Verkehrsabnahme sind sogar festzustellen. Gründe für die Entlastung der bestehenden Straßenbrücke gibt es einige:

Im Jahr 1991 wurde eine neue leistungsfähigere Eisenbahnbrücke eröffnet, die im Jahr 2000 auf zwei Gleise erweitert wurde. Damit war gewährleistet, dass ein verbesserter Zugverkehr angeboten werden konnte. So wurden drei Strecken in der Südpfalz reaktiviert, 1995 Winden – Bad Bergzabern, 1997 Winden – Weißenburg und 2002 Wörth – Lauterburg.

Seit im Jahr 1994 der Rheinland-Pfalz-Takt mit schnellen und vertakteten Regionalexpresszügen und Regionalbahnen eingeführt wurde, konnten die Fahrgastzahlen verdoppelt werden.

Auch die Karlsruher Stadtbahn trug mit der Eröffnung der Strecke von Karlsruhe nach Wörth-Dorschberg zum Umstieg von der Straße auf die Schiene bei. So auch die Strecke nach Germersheim im Jahre 2010.

Trotzdem gibt es immer noch manchen Stau auf der Straßenbrücke, was die Befürworter einer zusätzlichen Brücke weiterhin als Grund für einen zusätzlichen Bau nennen. Dabei besteht die Gefahr, dass nach Realisierung einer zusätzlichen Straßenquerung, der Autoverkehr gegenüber dem Schienenverkehr einen großen Vorsprung erhält, so dass ein Teil der gewonnenen Fahrgäste, weil das Auto schneller wird, wieder abwandert.

Dabei gäbe es einige zusätzliche Möglichkeiten, noch mehr Menschen zum Umsteigen auf die Bahn zu bewegen:

 

  • Die Stadtbahnlinie Karlsruhe – Wörth – Germersheim wird auf einen Halbstundentakt verdichtet.
  • Die von Norden kommende Rhein-Neckar-S-Bahnlinie S3 wird von Germersheim über Wörth nach Karlsruhe Hbf verlängert.
  • Stündlich wird eine schnelle Verbindung als IRE Karlsruhe – Landau – Annweiler – Pirmasens-Nord – Saarbrücken eingerichtet.
  • Stadtbahnbetrieb Karlsruhe – Bad Bergzabern, Voraussetzung ist die Elektrifizierung der Strecke ab Wörth.
  • Um Verspätungsanfälligkeit zu vermeiden, sollte zwischen Wörth und Winden ein zweites Gleis gebaut werden. Die Trasse ist bereits vorhanden.
  • Vertaktung des Eisenbahnverkehrs im Nordelsaß und damit bessere Verknüpfung mit dem Rheinland-Pfalz-Takt.
  • Bessere Verknüpfungen von Bahn und Bus durch bessere Taktangebote im Busverkehr.
  • Ein Tarifverbund zwischen den deutschen Verbünden KVV und VRN und dem nördlichen Elsaß
  • Bessere Anbindungen der Karlsruher Gewerbegebiete an den ÖV aus der Pfalz. Z.B. die geplante Buslinie Hauptbahnhof – Killisfeld.
  • Intensive Werbung für den öffentlichen Verkehr. Start einer großzügigen Imagekampagne, um eine wesentliche Fahrgastzunahme zu erreichen.

 

Eine Reihe dieser Maßnahmen sind in den nächsten Jahren vorgesehen oder liegen als Planungen in den Schubladen.

Diese Maßnahmen würden dazu beitragen, dass im Einzugsgebiet der Brücke echte Alternativen angeboten würden und somit auch allen Menschen zugutekämen. Ihre Auswirkungen wären besonders umweltfreundlich, flächen- und energiesparend und würden zusätzlich zur Verkehrssicherheit beitragen.

Eine weitere Entlastung der Straßenbrücke könnte durch eine Verlagerung eines Teils des Güterverkehrs auf die Schiene erreicht werden. Alle Güterzüge dann nach Karlsruhe zu fahren, würde den Personenverkehr einschränken, so dass ernsthaft über einen linksrheinischen Güterverkehr nachgedacht werden sollte. Dies hätte zusätzlich den Vorteil der Entlastung der Rheintalbahn. Auch die Verlagerung des großräumigen Schienengüterverkehrs auf die Germersheimer Brücke würden der Karlsruher Rheinbrücke ausreichende Kapazitäten für den Personenverkehr belassen.

 

 

 

 

 

 

 

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6. Dezember 2012:

Fahrpreiserhöhung beim KVV höher als 4,2%

Zweifelhafte Informationspolitik des Verkehrsverbunds

Anlässlich der zum Sonntag, 9.12.2012, in Kraft tretenden Preiserhöhung weist der Fahrgastverband Pro Bahn darauf hin, dass die Preiserhöhung deutlich höher ausfällt als der Betrag von 4,2 %, den der Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) in seinen Veröffentlichungen als durchschnittliche Preiserhöhung nennt. Von den 21 Einzelpreisen, die der KVV in seiner Pressemitteilung zur Fahrpreisanpassung anführt, werden lediglich drei um einen Prozentsatz erhöht, der geringfügig unter dem angegebenen angeblichen Durchschnittssatz liegt. Alle anderen 18 Einzeltarife werden um einen zum Teil deutlich höheren und durchaus auch zweistelligen Prozentsatz erhöht. Ähnliche Preiserhöhungen sind bei dort nicht genannten Einzeltarifen zu beobachten. Dabei sind noch nicht einmal die versteckten Preiserhöhungen berücksichtigt, die sich aus einer Verschlechterung der Nutzungsbedingungen einzelner Tarife ergeben. So dürfte die Verteuerung für die beliebten 24-Stunden-Karten angesichts der Verkürzung der Nutzungsdauer mit rund 40 % zu bemessen sein. Auch die gegenüber den Vorjahren verkürzte Aufbrauchfrist für vor dem 9.12.2012 gekaufte Fahrkarten ist angesichts der Höhe der Preiserhöhung nicht nachvollziehbar.

Die Höhe der Preiserhöhung als auch die irreführende Information darüber war vielfach kritisiert worden. Dass eine Preisanpassung in einen gewissen Umfang nicht zu vermeiden ist, wird dabei vom Fahrgastverband Pro Bahn nicht in Frage gestellt. Ein ehrlicher und transparenter Umgang mit den Zahlen sollte dabei jedoch eine Selbstverständlichkeit sein. Der KVV und die in ihm organisierten Verkehrsbetriebe müssen aufpassen, dass sie ihre Glaubwürdigkeit nicht durch eine verfehlte Informationspolitik selbst in Frage stellen, wie das zuletzt auch bei der Falschinformation über die angebliche Gefährdung des Karlsruher Modells durch die anstehende Neuvergabe des Verkehrsvertrags des Landes mit der AVG zu beobachten war.

Für den Fahrgastverband ist es nicht nachvollziehbar, wenn der KVV die Berechnung der durchschnittlichen Preiserhöhung von angeblich „nur“ 4,2 % damit begründet, dass die nachfragestärksten Fahrkarten unter dem Durchschnitt angepasst worden seien. Mit der – ohnehin vermutlich nicht allzu stark nachgefragten – KombiCard Partner fällt lediglich bei einem einzigen Tarif die Preissteigerung mit 3,85 % nennenswert geringer aus als 4,2 %. Die KombiCard Partner gibt es allerdings nur als Ergänzung zur KombiCard, bei der die Preiserhöhung mit 4,35 % schon wieder über dem genannten Schnitt liegt. Ansonsten liegen lediglich die übertragbare Monatskarte Stadtgebiet Karlsruhe im Einzelverkauf (+ 4,0 %) und im Jahresabo (+ 4,17%) geringfügig unter 4,2 %. Aus Sicht des Fahrgastverbands ist es auch nicht seriös, wenn der KVV die Berechnung durch einen zu erwartenden Wechsel der Kunden von einem Tarif in einen anderen oder durch demographische Entwicklungen rechtfertigen will.

Der Fahrgastverband Pro Bahn empfiehlt den Kunden des KVV zur Abschwächung der Preiserhöhung den Kauf einer Bahncard. Die Ermäßigung auf Einzelfahrkarten durch die Bahncard gilt nicht nur im gesamten Tarifgebiet des KVV, sondern auch bei der Deutschen Bahn und in vielen anderen Tarifverbünden. Die Bahncard wird zudem zum Tarifwechsel am Wochenende dadurch aufgewertet, dass bei Fahrten mehr als 100 Städte außerhalb des KVV-Gebiets nicht nur die Nutzung von Bussen und Bahnen am Zielort kostenlos ist, sondern auch bereits die Anfahrt zum Bahnhof innerhalb von Karlsruhe und Baden-Baden.

 

Hintergrundinformation:

Pressemitteilung des KVV vom 26.09.2012:

http://www.kvv.de/aktuell/neuigkeiten-rund-um-den-kvv/meldungen/article/karlsruher-verkehrsverbund-passt-seine-tarife-im-dezember-an.html

 

 

Pressemitteilung der Verkehrsverbände PRO BAHN - Regionalverband Mittlerer
Oberrhein, VCD - Kreisverband Karlsruhe und BUZO

Karlsruhe, 26.09.2012  

Unfall an der Haltestelle Weinweg

Die Verkehrsverbände Pro Bahn, VCD und BUZO zeigen sich tief betroffen vom
Unfall an der Haltestelle Weinweg. Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen der
tödlich Verunglückten! Den Verletzten wünschen wir auf diesem Wege baldige
und vollständige Genesung!

In diesem Zusammenhang erinnern die Verkehrsverbände daran, dass schon lange
in unserem Land die Forderung erhoben wird die zulässigen
Höchstgeschwindigkeiten zu reduzieren. Viele Unfälle könnten so verhindert
werden, möglicherweise auch dieser tragische Unfall am Weinweg.

Die Höchstgeschwindigkeit von Straßenbahnen ist bundesweit einheitlich im
Bereich von Haltestellen auf Tempo 30 km/h reduziert, da ist es
wünschenswert, dass die Geschwindigkeitsbegrenzung auch für den Autoverkehr
weiter herab gesetzt und ihre Einhaltung überwacht wird.

 

 

Presseerklärung zum Thema:   

Karlsruhe als Vorzeigeregion Elektromobilität

4. April 2012

Wenn Karlsruhe zu den Vorzeigeregionen gehört, die mit Millionen vom Bundesverkehrsministerium gefördert werden, dann verwundert den Fahrgastverband Pro Bahn, dass der öffentliche Verkehr damit nicht unterstützt werden soll. Es ist schade und eine vertane Chance, dass einseitig die Gelder in die Förderung des individuellen Autoverkehrs fließen sollen. Karlsruhe und sein Umland haben gezeigt, dass man mit Elektromobilität im öffentlichen Verkehr vorbildliche Projekte im Sinne des Klima- und Umweltschutzes umsetzen kann. Es gibt aber immer noch genügend E-Mobil-Projekte, die aus Kostengründen auf die lange Bank geschoben werden, zum Beispiel:

 

- die Stadtbahnverlängerung nach Bruchsal und Waghäusel,

- die Verlängerung der Nordbahn zur Haltestelle Kirchfeld,

- die Bahn durch die Pulverhausstraße,

- die Bahn nach Knielingen-Nord

- eine Verlängerung der Bahn in Wolfartsweier

- die zweite Ausbaustufe Wörth - Germersheim

- oder eine Anbindung der Baden-Badener Innenstadt.

 

Der Fahrgastverband Pro Bahn hofft jetzt, dass es in Baden-Württemberg einige beherzte Politiker gibt, die diesen Missstand des Projektes „Living Lab BW E-Mobil (Baden-Württemberg)“ anprangern und korrigieren, um damit endlich klarzustellen, dass das Elektroauto im Vergleich zu den Straßen- und Stadtbahnen kein Umweltfreund und Klimaretter ist.

 

Für den Regionalverband Pro Bahn

Gerhard Stolz

 

 

 

 

Nur die Eisenbahn kann die EU-Klimaziele erreichen!

Berlin. Die Klimabilanz des Schienenverkehrs wird von Jahr zu Jahr besser. In den vergangenen 15 Jahren sind die CO2-Emissionen pro Bahnreisendem und Kilometer um insgesamt 27 Prozent gesunken. Die Fracht auf der Schiene wird mittlerweile sogar um 29 Prozent klimaschonender transportiert als Mitte der 90er-Jahre. Das geht aus den neuesten Zahlen der Datenbank „Umwelt & Verkehr“ hervor, die das Heidelberger IFEU-Institut regelmäßig im Auftrag der Allianz pro Schiene, des Verbandes der Bahnindustrie in Deutschland (VDB) und des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) aktualisiert.

 

Karlsruhe, 31. März 2011

*Pressemitteilung von Pro Bahn:*

*Wie lässt sich das Problem Stuttgart 21 lösen?*

Der Regionalverband Mittlerer Oberrhein des Fahrgastverbandes Pro Bahn steht dem Regierungswechsel in Baden-Württemberg rwartungsvoll gegenüber. Für Pro Bahn lässt sich das Problem Stuttgart 21, die Grünen sind dagegen und die SPD dafür - mit einem sauberen Kompromiss lösen: Das Vorstandsmitglied Gerhard Stolz, ehemaliger verkehrspolitischer Sprecher der Grünen Landtagsfraktion hat sich an die neu gewählten Karlsruher Abgeordneten gewandt und meint, dass die SPD auf ihrem Beharren auf den Tiefbahnhof verzichten sollte und dafür die Grünen auch ihre Ablehnung der Neubaustrecke nach Ulm aufgeben sollten. "Dies wäre ein sauberer Kompromiss und für die Eisenbahn und damit für die Fahrgäste die beste Lösung" so Stolz. "Inzwischen sollte auch die SPD einsehen, dass der Kopfbahnhof eine gute Lösung darstellt und die Grünen müssten doch eigentlich mit einer schnelleren Bahn über die Schwäbische Alb klar kommen!" Der Fahrgastverband meint, dass dieser Kompromiss nur Gewinner kennen wird und das eingesparte Geld würde dann vielleicht auch noch für den Rastatter Tunnel reichen!

 

März 2011:
Die EU bewegt sich, warum nicht die Bundesregierung?:

EU-Kommission: Aufbruch in eine neue Mobilitätswelt

 

„Bahnbranche leidet unter falscher Investitionspolitik“

Berlin. Zum Auftakt der weltgrößten Schienenverkehrsmesse InnoTrans in Berlin hat die Allianz pro Schiene kritisiert, dass Deutschland zu wenig Geld für seine Schieneninfrastruktur aufbringt. „Die deutsche Bahnbranche leidet unter einer falschen Investitionspolitik des Staates“, sagte der Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, Dirk Flege am Montag in Berlin.
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 Oktober 2010: Nein zu S 21, ja zur Neubaustrecke

September 2010:
Pro Bahn für die Neubaustrecke nach Ulm aber gegen Stuttgart 21

 Bei der jüngsten Mitgliederversammlung des Fahrgastverbandes Pro Bahn Mittlerer Oberrhein, bei der der ehemalige Landtagsabgeordnete und verkehrspolitische Sprecher der Grünen, Gerhard Stolz und der jetzige SPD-MdL Johannes Stober über Stuttgart 21 und die Neubaustrecke nach Ulm referierten, forderten die anwesenden Mitglieder des Fahrgastverbandes nach einer intensiven Diskussion, die Überquerung der Schwäbischen Alb vom Tunnelbahnhofprojekt „Stuttgart 21“ abzukoppeln und stattdessen weitere, effizientere Ausbauprojekte zwischen Ulm, München und Salzburg im Rahmen der Magistrale für Europa zu realisieren. Die Mehrheit der Mitglieder und der Anwesenden sind sich im Klaren darüber, dass das Bahnhofsprojekt Stuttgart 21 keinen Nutzen für den Fernverkehr bringt, denn es wird keine Fahrzeitverkürzungen geben, und auf Jahrzehnte werden andere viel notwendigere und sinnvollere Bahnprojekte verzögert oder gar nicht realisiert, da der größte Teil der Mittel für den Schienenausbau in Stuttgart vergraben wird.

Dagegen plädierte die Mitgliederversammlung unbedingt für einen Neu- oder Ausbau nach Ulm. Diese Bahnstrecke lässt vor allem auf der Geislinger Steige an manchen Abschnitten nur 70 km/h zu, so dass selbst der schnellste ICE 3 für die Strecke 54 Minuten benötigt, was im Hinblick auf die gut ausgebaute Autobahn zu langsam ist, um gegenüber dem Pkw konkurrenzfähig zu sein. Erst eine Neubaustrecke bringt eine deutliche Fahrzeitverkürzung von fast einer halben Stunde.
 

Seit über 25 Jahren ist nun diese Neubaustrecke geplant, die allerdings bis heute nicht realisiert werden konnte, weil der Tiefbahnhof S 21, der nur für die Stadt Stuttgart städtebaulich von Nutzen ist, von fast allen politischen Kräften in Baden-Württemberg und der Stadt Stuttgart bauernschlau, aber verkehrspolitisch fatal, mit der Neubaustrecke verknüpft wurde. Nur mit dieser Koppelung konnte mit Fahrzeitverkürzungen argumentiert werden.
 
Für die Mitglieder von Pro Bahn ist es unerträglich, dass lokalpolitische Einflussnahme auf die Streckenplanung der Bahn zu solchen Ergebnissen führt, und dass statt eines verkehrlichen Nutzens Schaden entsteht, und zwar Schaden für die Magistrale für Europa, denn S 21 bindet die Gelder, die für den Ausbau der Strecke in ihrem weiteren Verlauf zwischen Stuttgart, Ulm, Augsburg, München und Salzburg benötigt würden, um viel deutlichere Fahrzeitverkürzungen zu erreichen.
 
November 2009:
Pro Bahn fordert Verbesserungen für den öffentlichen Verkehr im Pamina-Raum
Die Regionalverbände des Fahrgastverband Pro Bahn, die Gruppen Mittlerer Oberrhein und Südpfalz Mobil, haben bei ihrem jährlichen gemeinsamen Treffen wieder einmal feststellen müssen, dass sich in Sachen Tarifkooperation zwischen VRN und KVV nichts bewegt. Pro Bahn fordert deshalb die Verantwortlichen auf, umgehend die in den Schubladen liegenden Pläne für die Erweiterung der Überlappungszonen in die Tat umzusetzen. Die Vorsitzenden der beiden Verbände, Magnus Hellmich und Norbert Stützle: „Angekündigt wurden diese Maßnahmen nicht zum ersten Male! Vielleicht wäre auch eine Fusion der beiden Verbünde die Lösung.“
Ein besonderes Anliegen der Bewohner der Südpfalz ist es, dass auf der im kommenden Jahr in Betrieb gehenden Stadtbahnlinie Wörth – Germersheim auch ein attraktives Angebot gemacht wird, das dem AVG-Standard entspricht. Vorgeschlagen wurde ein Angebot analog den Strecken Durlach – Bruchsal und Durlach – Bretten. „Der jetzt vorgesehene Stundentakt mit einigen Verstärkerzügen wird das Fahrgastpotential auf gar keinen Fall abschöpfen und damit auch keinen Beitrag zur Entlastung des Autoverkehrs in Richtung Karlsruhe, besonders auf der Rheinbrücke, leisten!“
Mit dem befreundeten Fahrgastverband FNAUT aus dem Elsaß ist man sich einig, dass endlich ein einheitliches PAMINA-Ticket angeboten werden sollte. Es ist verwunderlich, dass die Touristik-Gemeinschaft Baden-Elsaß-Pfalz mit Mitteln der EU Werbung für den Tourismus im PAMINA-Gebiet macht, dabei aber der öffentliche Verkehr sträflich vernachlässigt wird. Die Fahrgastverbände appellieren deshalb an die zuständigen VerkehrsunternehmenKVV; VRN und TER und vor allem an die Politik, sich endlich mehr um den PAMINA-ÖPNV zu kümmern.

September 2010:
Endlich: EU setzt sich für besseren Bahnverkehr ein!


Juli 2010:
Frankreich setzt auf die Schiene! Warum nicht Deutschland?
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
     

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